Deine Stimme, deine Gitarre: Aufnehmen in Magix Music Maker
Bis jetzt hast du mit Loops, Instrumenten und Effekten gearbeitet – aber nichts verleiht einem Song so viel Persönlichkeit wie eine eigene Aufnahme.
Egal ob Gesang, Gitarre, Keyboard oder andere Instrumente: Mit Magix Music Maker kannst du alles direkt in dein Projekt aufnehmen. In diesem Beitrag erfährst du, wie du dein Mikrofon oder Instrument anschließt, was du bei der Aufnahme beachten solltest und wie du deine Spuren anschließend bearbeitest.
Mikrofon anschließen & einrichten
Magix Music Maker erkennt die meisten gängigen USB-Mikrofone und Audiointerfaces automatisch. Wenn du ein Mikrofon über ein Interface nutzt (z. B. Focusrite Scarlett, Behringer UMC), stelle sicher, dass die Treiber korrekt installiert sind.
So richtest du dein Mikrofon ein:
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Öffne Magix Music Maker und gehe auf Einstellungen > Audio/MIDI.
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Wähle dein Mikrofon oder Audiointerface als Aufnahmegerät aus.
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Prüfe die Pegelanzeige – sie sollte ausschlagen, wenn du ins Mikro sprichst oder spielst.
Tipp: Vermeide es, direkt in das eingebaute Laptop-Mikrofon aufzunehmen. Ein einfaches USB-Mikro liefert deutlich besseren Klang und reduziert Störgeräusche.
Audio aufnehmen – Schritt für Schritt
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Neue Spur wählen: Klicke im Arranger-Fenster auf eine freie Spur und wähle „Audio aufnehmen“.
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Aufnahmequelle festlegen: In der kleinen Dropdown-Liste dein Mikrofon auswählen.
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Testlauf machen: Prüfe, ob das Eingangssignal nicht zu laut ist (Pegelanzeige sollte im gelben Bereich bleiben).
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Aufnahme starten: Klicke auf den roten Aufnahme-Button in der Transportleiste.
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Aufnahme beenden: Mit der Leertaste oder erneutem Klick auf Stop beenden.
Deine Aufnahme erscheint nun als Audiodatei im Arranger, wo du sie schneiden, verschieben oder mit Effekten versehen kannst.
Vocals oder Instrumente bearbeiten
Nach der Aufnahme geht es an den Feinschliff. Magix Music Maker bietet zahlreiche Werkzeuge, um deine Spuren zu optimieren:
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Schnittwerkzeug: Entfernt unerwünschte Stellen oder Atemgeräusche.
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Fade-In/Fade-Out: Blendet Aufnahmen weich ein oder aus.
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Kompressor: Sorgt für gleichmäßige Lautstärken bei Gesang.
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EQ: Entfernt störende Frequenzen oder hebt die Stimme hervor.
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Hall (Reverb): Gibt der Stimme oder Gitarre Raum und Tiefe.
Experimentiere vorsichtig mit den Effekten – schon kleine Anpassungen können viel bewirken.
Aufnahme-Tipps für besseren Klang
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Raumakustik: Nimm in einem möglichst ruhigen Raum auf. Teppiche, Vorhänge oder Decken reduzieren Hall und Nebengeräusche.
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Abstand zum Mikrofon: Etwa 15–20 cm sind ideal – so klingt die Stimme klar, ohne Übersteuerung.
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Popfilter verwenden: Ein Popfilter vor dem Mikro verhindert Plosivlaute („P“, „B“) und sorgt für saubere Aufnahmen.
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Mehrere Takes aufnehmen: Wiederhole die Aufnahme ein paar Mal und wähle später die beste Version aus.
Vocals & Instrumente im Mix
Wenn deine Aufnahme gut klingt, füge sie in den Gesamtmix ein:
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Lege Vocals leicht zentriert, Instrumente wie Gitarre oder Piano etwas seitlich.
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Senke den Hall auf Loops oder Instrumenten ab, wenn du Vocals hinzufügst – so bleibt die Stimme im Vordergrund.
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Überprüfe das Zusammenspiel von Stimme, Beat und Melodie in verschiedenen Lautstärken.
Fazit
Eigene Aufnahmen sind der Moment, in dem dein Song wirklich dein Song wird.
Mit Magix Music Maker gelingt das ohne großen Aufwand – du brauchst nur ein Mikrofon, etwas Geduld und Freude am Experimentieren. Mit jedem Take lernst du, wie du deine Stimme oder dein Instrument optimal zur Geltung bringst.
Im nächsten Beitrag der Serie erfährst du, wie du dein Projekt arrangierst und daraus eine vollständige Songstruktur entwickelst – vom ersten Beat bis zum finalen Refrain.